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Lesung
 
Eduards Traum

von Wilhelm Busch
 
In den Mittelpunkt seines "Meisterstücks" Eduards Traum stellt Wilhelm Busch den Durchschnittsbürger Eduard, der, nachdem er sich nachts neben seiner Ehefrau zu Bett gelegt hat, träumend als denkender Punkt die Welt durchstreift. Und wer die gezeichneten Geschichten von Busch kennt, ahnt, dass es auch in dieser Traumwelt reichlich skurril zugeht. Und dass sein Blick von dieser luftigen Warte nicht immer schmeichelhaft für uns ist. Immer nah am Menschen, nimmt er mit "gnadenloser Heiterkeit" Missstände aufs Korn, übt Zeit- und Gesellschaftskritik, und führt uns so gekonnt unsere menschlich-allzumenschlichen Unzulänglichkeiten vor Augen. Getreu seinen Worten: "Man ist ja von Natur kein Engel - vielmehr ein Welt- und Menschenkind. Und ringsumher ist ein Gedrängel - von solchen, die dasselbe sind ... ."
 
Neben seiner Erzählung "Der Schmetterling" ist "Eduards Traum" der einzige Prosatext, den er je verfasst hat. Er selber beschrieb seine Erzählung in der ihm üblichen Bescheidenheit als "kleinen Schnickschnack auf Druckpapier".
 
Die Lesung dauert 85 Minuten, eine Pause.
 
"Eduards Traum" ist komisch, phantastisch und respektlos aber zugleich liebevoll und philosophisch.
 
Hörprobe :: Eduards Traum
 
"Busch ist der Reiter über den Bodensee, der sehr gut weiß, dass er auf einer gefrorenen Eisdecke galoppiert." Kurt Tucholsky
LITERATUR-PUR
wenn Sie das
Besondere lieben!
... jeder Satz ein Menschengesicht